Highly recommended #2 – The Perks of Being a Wallflower

“Highly recommended” ist eine Gastbeitrag-Reihe von Sladjana, die in einem idealen Monat mindestens 40 Filme gesehen, 24,5 Bücher gelesen und 200 neue CDs gehört hat. Derzeit plant sie nicht ihre Flucht nach Gretna Green und darf in der Zwischenzeit auf dem Englisch-Blog ihre besten Entdeckungen mit Bezug zur englischen Sprache weiterempfehlen.

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und ich überlege, welche 2012 erschienenen Filme den größten Eindruck hinterlassen haben. 
Im August konnte man Channing Tatums nackten Oberkörper wohl nur entgehen, wenn man zu der Zeit auf dem Mond unter einem Stein lebte. Steven Soderberghs 25. Kinofilm (der Mann ist erst 50!) “Magic Mike” erzählt – laut dem deutschen Trailer und Medienberichten – nichts. 
Nach dem Trailer dachte ich mir “Supi, Channing hat wieder Gewichte über seinen scheinbar leeren Schädel gehoben” und ordnete den Film unbarmherzig in die Rubrik “sinnlose Tanzfilme ein”.


Durch einen, wie sich herausstellen sollte, glücklichen Zufall kam ich aber schließlich an Previewkarten und beschloss, dass es an der Zeit war, einen neuen Hassfilm zu finden. “Magic Mike” schien sich mit einem tanzenden Tatum und Matthew McConaughey hervorragend dafür anzubieten. Denkste! 111 Minuten vergingen wie im Flug (Idiom: Time flies when you’re having fun!) und ich musste gegenüber meiner Begleitung kleinlaut zugeben, dass ich gerade so positiv überrascht worden war, wie lange nicht mehr. In seinen besten Momenten erinnert “Magic Mike” an Soderberghs mit der Goldenen Palme prämiertes Erstlinkswerk “Sex, Lies, and Videotape” – jung, unkonventionell & intelligent.

 Wir lernen also wieder einmal: Joni Mitchell hat eigentlich immer Recht. 1994 sang sie auf ihrem 15. Studioalbum “Turbulent Indigo”, dass sex nicht nur sells, sondern auch killt.

In einem Land, das sein Publikum scheinbar für minderbemittelt hält und sensible Filme wie “Lars und die Frauen” vollkommen unpassend und banalisierend mit “Die echt schräge Beziehungs-Kiste” bewirbt, sollte man die Augen am besten konstant verdreht halten; aber bloß nicht verschließen ;)

 Auch mein Favorit für dieses Jahr, “The Perks of Being a Wallflower” (perk(s) of sth. = die Vorteile von etwas, wallflower = Mauerblümchen) wirkt im Trailer eher wie eine Verfilmung feierwütiger US-amerikanischer Teenies, als wie der – zugegeben schwierig zu verpackende – eigentliche Inhalt der Coming-Of-Age Literaturverfilmung. Ich kenne das Buch nicht, aber Autor & Regisseur Stephen Chbosky hat einen wundervollen Film daraus entwickelt, der sich bei mir nicht zuletzt wegen David Bowies “Heroes” im Nachhinein stark eingebrannt hat. Ezra Miller würde ich im kommenden Jahr gerne häufiger sehen – nach dem Drama “We Need To Talk About Kevin” zeigt er hier eine ganz andere Facette von sich und überzeugt ebenso stark.



So, und jetzt warten “Anna Karenina”, “Der Hobbit”, “Life of Pi” und noch viele, viele, viele Filme mehr auf mich und ich verabschiede mich mit einer Frage und Bitte: Welche Filme haben Euch dieses Jahr besonders gefallen? Irgendwelche Tipps?

Luxuriös, kostspielig, üppig

data="/sheepman/sheepman_blog.swf">

Im heutigen Sheepman wird nach einem schönen englischen Adjektiv gesucht, das man auf Deutsch mit luxuriös, kostspielig, üppig, opulent o.ä. übersetzen kann. Viel Spaß beim Raten!

Leben im UK als Deutscher (Liukad) #4: Temperaturunempfindlichkeit

Die Serie “Leben im UK als Deutscher” ist eine Gastbeitrag-Reihe von Julia, die normalerweise auf 49suns.de schreibt. Derzeit lebt sie in Edinburgh und von dort berichtet sie über ihre Erfahrungen auf der Insel.

Die Temperaturen sind auch hierzulande mittlerweile um die Null Grad und wir hatten sogar schon ein paar Schneeflocken. Als Normalsterblicher begegnet man diesem Naturereignis mit entsprechend angepasster Kleidung. Briten, und ganz besonders Schotten, fallen allerdings nicht in diese Kategorie. Die laufen immer noch hier und da mit T-Shirts oder kurzen Stoffhosen und Chucks durch die Gegend. Seitdem ich darauf achte, sind die Jogger in Shorts in der eindeutigen Mehrheit. Selbst bei knapp unter Null und Eis auf den Straßen lässt die präferierte Laufkleidung die Beine frei. Zu beobachten z.B. auch beim Great Winter Run vor vier Jahren:

Great Scottish Winter Run 2009

Beim nächsten Mal werde ich auch dabei sein, aber garantiert mit langer Hose und Thermounterhemd. Ich habe mal einen Läufer gefragt, warum er denn unbedingt Shorts anzieht und er meinte “they are much more comfortable than those long running tights”. Seltsame Vorstellung von Komfort! Als Test bin ich auch einige Male bei ca. fünf Grad mit Dreiviertelhose laufen gewesen und es ist tatsächlich auszuhalten. Kurzärmelig würde ich allerdings nicht empfehlen, denn die Arme frieren sonst evtl. ab. Auf dem Rad werde ich das nicht testen, wobei ich in den letzen Tagen einige Unerschrockene mit knielangen Hosen gesehen habe.

Ein Argument, das ich öfter gehört habe, war “You dress for the second mile”. Das hat tatsächlich seinen Sinn, denn auch wenn man anfangs friert, hat man den ganzen Rest der Strecke adäquate Kleidung. Ist allerdings doof, wenn man nicht munter durch die Gegend radelt, sondern bibbernd an der Bushaltestelle steht.

Man könnte nun sagen, dass Sportler eine besondere Spezies sindt. Doch weit gefehlt. Wie schon erwähnt, sieht man auch hin und wieder Leute im T-Shirt oder Bermuda-Shorts, z.B. im Bus. Es kann natürlich sein, dass meine selektive Wahrnehmung mir hier einen Streich spielt, aber ich bin fest davon überzeugt, dass in Deutschland wesentlich weniger Menschen bei diesen Temperaturen mit nicht adäquater Kleidung rumlaufen.

Hummer Limo
(Party in Glasgow – laut Beschriftung aufgenommen am 1. Januar)

Ein weiterer Spezialfall sind Mädels, die nachts am Wochenende in Miniröcken und bauchfreiem Top durch die Innenstädte taumeln. Als Erklärung wurde mir vermittelt, dass das daran liegt, dass man in den meisten Clubs für die Garderobe zahlen muss. Man spart also ein Pfund pro Club, um sich dann einen Cocktail mehr leisten zu können. Oder alternativ eine bessere Prothese. Laut einem Museum im Edinburgh Castle ist die Amputationsrate aufgrund von Zirkulationsproblemen zehnmal höher als durch Unfälle (laut der National Amputee Statistical Database). Wobei das eher auf Diabetes, Rauchen und Krankheiten zurückzuführen sein wird, aber der sorglose Umgang mit ausreichenden Kleidungsschichten spielt sicher eine Rolle.

Als Lektion dieser Ausgabe nehme ich also mit, dass es nicht immer mollig warm beim Aus-der-Türe-gehen sein muss, aber das man trotzdem der Kälte ausreichend vorbereitet begegnen sollte. Der goldene Mittelweg wie es so schön heißt.

The Christmas number 1 in the UK

Wie jedes Jahr stellt sich in Großbritannien die Frage, wer an Weihnachten den ersten Platz der englischen Singlecharts erobert. Nachdem im Jahr 2009 der erste Platz dank der Kampagne “The People vs. X-Factor” nicht wie in den Vorjahren an die Gewinner der Castingshow X-Factor ging, sondern an den Song “Killing In The Name Of” der US-Band “Rage Against The Machine”, scheint in diesem Jahr die gestern veröffentlichte Charity-Single “He Ain’t Heavy, He’s My Brother” Favorit auf Platz eins zu sein.

“In 2012 a version of the song was recorded, and was released on 17 December, by musicians and celebrities going under the name The Justice Collective, including Melanie Chisholm, Robbie Williams, Paul Heaton, Paloma Faith, Paul McCartney, Gerry Marsden, Kenny Dalglish and Alan Hansen for various charities associated with the Hillsborough disaster. The song is the favourite to take the coveted Christmas number 1 position for 2012 in the UK.” Quelle: Wikipedia

Besonders gefreut habe ich mich über den Anblick der beiden Herren bei Minute 1:33 bis 1:45 und 3:13 bis 3:15… ;-) Wer kennt die beiden noch?

Einen Vokabeltipp gibt es natürlich auch. In der ersten Strophe heißt es:

“For I know he would not encumber me.”

Das Verb “to encumber” wird vom OALD definiert als “to make it difficult for somebody to do something or for something to happen” und kann auf Deutsch entsprechend u.a. mit “belasten” oder “behindern” übersetzt werden.

to sandbag someone

Das Verb “to sandbag” wird vom OALD u.a. definiert als “to attack somebody by criticizing them strongly; to treat somebody badly”.

“I don’t like being sandbagged” Boardwalk Empire – Episode 12, Season 1

Die entsprechende Definition des Urban Dictionary lautet:

“The act of undermining someone else’s opinion subtly, yet in a public area, to make him/her appear foolish.”

Leben im UK als Deutscher (Liukad) #3: Sahne

Die Serie “Leben im UK als Deutscher” ist eine Gastbeitrag-Reihe von Julia, die normalerweise auf 49suns.de schreibt. Derzeit lebt sie in Edinburgh und von dort berichtet sie über ihre Erfahrungen auf der Insel.

Willkommen zum dritten Teil meiner kleinen Serie, wo es diesmal um die angekündigte Sahne gehen soll. Wie auch bei der Milch gibt es hier fetthaltige Unterschiede. Wie ich gerade bei Wikipedia gelernt habe “ist [Sahne] physikalisch gesehen eine Emulsion von Milchfett in Wasser, die daraus durch Emulsionsumkehr hergestellte Butter eine Emulsion von Wasser in Milchfett.”

Muss man nicht unbedingt wissen, denn es reicht, dass es in Deutschland süße und saure Sahne gibt. Grob gesagt. Bei der sauren kann man noch Schmand und Crème fraîche hinzuzählen, aber meine Geschichte handelt von Schlagsahne. Ich stand im Supermarkt und brauchte für einen Nachtisch (für geladene Gäste!) Schlagsahne, d.h. whipping cream, die aber nicht aufzufinden war. Es gab nur single, double und clotted cream. Da mir die double cream als viel zu dick und schwer in Erinnerung war, habe ich single cream genommen, was ein fataler Fehler war.

Crème chantilly

Nach mehreren Minuten vergeblichen Rührens habe ich parallel auf dem Handy im Internet nach Erklärungen gesucht und herausgefunden, dass die 18% Fett nicht ausreichen, denn damit die Sahne steif wird, benötigt es mindestens 30%. Wieder was gelernt! Die single cream wird hier so wie sie ist über den Kuchen oder die Erdbeeren gegossen. Mir kommt das nicht sehr appetitlich vor, aber ist sicherlich nur Gewöhnungssache.

Umgekehrt rümpfen die Briten sicherlich die Nase über die deutsche Kaffeesahne mit 10%. Diese wird zwar immer seltener benutzt, aber meine Großeltern können sich kaum etwas anderes in den Kaffee vorstellen. Hierzulande ist das wiederum die half cream (12%, laut Wikipedia “uncommon, some cocktails”). Für den deutschen Kaffee wird vielleicht noch Kondensmilch akzeptiert, welche normalerweise 10% Fettgehalt hat.

Mmm Condensed Milk

Mit dieser habe ich bei der Fudgeherstellung nähere Bekanntschaft gemacht. Doch auch hier gibt es Unterschiede zum angloamerikanischen Raum, denn condensed milk ist normalerweise kräftig gesüßt, so dass sie mehr einem Sirup gleicht. Das kann man auf dem Bild erahnen. Jedenfalls ist damit das Fudgekochen wesentlich einfacher. (Der eigentliche Trick ist langsames Erhitzen über anderthalb bis zwei Stunden, aber man kann das Nichtgelingen ja trotzdem auf die falschen Zutaten schieben.)

Zurück zu meiner nicht steif gewordenen Sahne. Der Nachtisch war so natürlich ruiniert, aber er hat trotzdem gut geschmeckt. Für das nächste Mal weiß ich Bescheid und suche nach der whipping cream. Aber da ich hier ja nun einfachen Zugriff auf double cream habe, sollte ich öfter mal wieder Eton Mess machen. Am besten mit gerösteten Mandeln, mjam.

Mit diesem etwas essenslastigen Beitrag entlasse ich Euch in den Dezember. Guten Appetit!

The world sends us garbage. We send back music.

Auf das heutige Video bin ich gestern via Facebook aufmerksam geworden. Es handelt von einem wirklich inspirierenden Projekt in Paraguay. Auf der Facebook-Seite (www.facebook.com/landfillharmonicmovie) heißt es:

“Landfill Harmonic is an upcoming feature-length documentary about a remarkable musical orchestra in Paraguay, where the musicians play instruments made from trash.”

Auf der Seite von creativevisions.org – auf der man das Projekt auch finanziell unterstützen kann – heißt es weiter:

“Too many children in the world are born into lives with little or no hope. Our film reveals a mind-boggling, inventive effort to change that – musical instruments made from trash. In the barrios of Paraguay, a humble garbage picker uses his ingenuity to craft instruments out of recycled materials – and a youth orchestra is born. Music arises and children find new dreams.

Our film will showcase the power of creativity, hope, empowerment, and community work. We began official production in 2011. We filmed some of the children who learned to play violin, flute, drums, cello, string bass, and more – all made from recycled metal drums, tin cans, and plastic pipes. Their spirits soar with each note they play.

We are returning to the village in 2012 to update the progress of three young children who recently entered the orchestra. Landfill Harmonic shows how trash and recycled materials can be transformed into beautiful sounding musical instruments, but more importantly, it brings witness to the transformation of precious human beings.”

Das OALD definiert “landfill” als

1 an area of land where large amounts of waste material are buried under the earth

2 the process of burying large amounts of waste material

3 waste material that will be buried

Auf Deutsch kann man “landfill” je nach Zusammenhang entsprechend mit Mülldeponie, Deponie, Müll oder Geländeauffüllung übersetzen. Ein ausführlicheres Video über das Projekt und seine Entstehung kann man hier sehen.

Brio

Diese Woche kommt Peter Jacksons Prequel zur Filmtrilogie “Herr der Ringe” in die deutschen Kinos. Auch der englische Guardian befasste sich gestern in einer Filmkritik mit “The Hobbit: An Unexpected Journey (Der Hobbit: Eine unerwartete Reise)”.

“Peter Jackson brings brio and fun to Tolkien tale, but use of HFR technology and sheer length of opener may test non-believers”

“There can be no doubt that Jackson has made The Hobbit with brio and fun, and Martin Freeman is just right as Bilbo Baggins: he plays it with understatement and charm.”

Quelle: Guardian

Das Substantiv “brio” wird vom OALD definiert als “enthusiasm and individual style”. Auf Deutsch kann man “brio” entsprechend mit Schwung oder Elan übersetzen.

Wort der Woche: serfdom

In Weißrussland hat Präsident Lukaschenko diese Woche ein Dekret erlassen, wonach es Arbeitern unter Androhung drastischer Strafen verboten wird, ihre Arbeitsplätze aufzugeben. Kritiker werfen Lukaschenko mit diesem Schritt die Rückkehr zur Leibeigenschaft vor.

“Das Dekret betrifft rund 13.000 Angestellte in der staatlich kontrollierten holzverarbeitenden Industrie und etwa 3000 Bauarbeiter, die an der Modernisierung der Sägewerke arbeiten. Durch eine Klausel in ihren neuen Arbeitsverträgen sollen sie verpflichtet werden, alle Gehälter seit Unterzeichnung des Vertrags zurückzuzahlen, falls sie kündigen.” Quelle: Spiegel

“Critics have condemned the new law, which came into force from 1 December, as a return to serfdom that would only harm Belarus’s already troubled economy.” Quelle: Scotsman

Auf Englisch wird Leibeigenschaft, wie im o.g. Zitat zu lesen, als “serfdom” bezeichnet. Ein Leibeigener ist entsprechend ein “serf”. Die Definition des OALD von “serf” lautet:

“(in the past) a person who was forced to live and work on land that belonged to a landowner whom they had to obey”

Highly recommended #1: Outnumbered

Highly recommended” ist eine Gastbeitrag-Reihe von Sladjana, die in einem idealen Monat mindestens 40 Filme gesehen, 24,5 Bücher gelesen und 200 neue CDs gehört hat. Derzeit plant sie nicht ihre Flucht nach Gretna Green und darf in der Zwischenzeit auf dem Englisch-Blog ihre besten Entdeckungen mit Bezug zur englischen Sprache weiterempfehlen.

Bonjour! Hier auf dem Englisch-Blog vielleicht nicht die angebrachteste Begrüßung, aber Bonjour, liebe Leser!


Ich darf an dieser Stelle ab sofort über meine Lieblingsthemen schreiben: Film, TV, Musik und gelegentlich werde ich auch versuchen, das eine oder andere Buch oder Textstelle aus einem Buch zu erwähnen. Eine meiner klarsten Kindheitserinnerungen ist, wie ich als circa 10-Jährige an meinem Schreibtisch sitze und einen englischen Songtext übersetze – vollkommen verschossen wollte ich unbedingt verstehen, was dieser Gareth Gates (jaja) in der für meine inzwischen weiter entwickelten Ohren wirklich grausamen Ballade “Too Serious Too Soon” singt und schnappte mir das riesige Wörterbuch meiner älteren Schwester und ging Wort für Wort an die Sache ran. 

Ich lernte, dass “I wonder” nicht “Ich wundere mich”, sondern meistens “Ich frage mich” bedeutet und wunderte mich sehr! Das Übersetzen entwickelte sich nach und nach zu einer Art Hobby und in der Schule wurde ich im Englisch-Unterricht anstrengender, als Hermine Granger es jemals hätte sein können. 11 Jahre später gibt es für mich nach wie vor kaum was entspannenderes, als eine neue CD laufen zu lassen und nebenbei im Booklet zu lesen, unbekannte Wörter nachzuschlagen und genauso verhält es sich mit Serien und Filmen – meiner Meinung nach die wichtigsten Quellen, wenn man die englische Sprache lernen möchte. Da ich jetzt so viel über meine Kindheit geschwafelt habe, bleibe ich auch gleich bei brats:



Die BBC1-Sitcom “Outnumbered” spielt in der englischen Mittelschicht und erzählt die Geschichte der Familie Brockman. Die Eltern Pete, ein latent rassistischer Geschichtslehrer, und Sue, die part time als personal assistant arbeitet, werden dabei von ihren drei Kindern “outnumbered” – sie sind schlicht und einfach in der Unterzahl und vollkommen überfordert mit dem pubertierenden Jake, dem hyperaktiven Ben und den stalinistischen Moralvorstellungen der kleinen Karen. 

Das besondere an “Outnumbered” ist, dass die Autoren Andy Hamilton und Guy Jenkin mit teilweise improvisierten Dialogen arbeiten, um die Kinder authentischer klingen zu lassen. Heraus kommen dabei Szenen wie die im Video, in denen Karen moderne Kunst als “rubbish” bezeichnet und Aaaachtung, noch eine Vokabel —> that had me in stitches! :-)

Wer britische Sitcoms mag und sich noch nicht die Zeit genommen hat, “Outnumbered” anzugucken, sollte dringend die anstehenden Feiertage sinnvoll nutzen. Bisher gibt es 4 Staffeln mit jeweils 6-7 Episoden, die bei einer Spieldauer von 20-30 Minuten sehr bequem zu gucken sind. “Outnumbered” stach bei mehreren Awards übrigens wiederholt “The Thick of It” und “Peep Show” aus, zu denen ich auch noch kommen werde!

 In der Hoffnung, dass man einmal im Leben auf mich hört, verabschiede ich mich jetzt erst einmal, nun auch brav auf Englisch: Adios!