Heute habe ich ein nachdenkenswertes Video aus der US-Serie “The Newsroom“.

“We sure used to be. We stood up for what was right. We fought for moral reasons. We passed laws, we struck down laws, for moral reasons. We waged wars on poverty, not poor people. We sacrificed, we cared about our neighbors. We put our money where our mouths were, and we never beat our chests. We built great big things, made ungodly technological advances, explored the universe, cured diseases, and we cultivated the world’s greatest artists and the world’s greatest economy. We reached for the stars. Acted like men. We aspired to intelligence, we didn’t belittle it. It didn’t make us feel inferior. We didn’t identify ourselves by who we voted for in the last election, and we didn’t scare so easy. We were able to be all these things and do all these things because we were informed. By great men, men who were revered. The first step in solving a problem is recognizing that there is one. America is not the greatest country in the world anymore. Enough?”

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Die Serie “Leben im UK als Deutscher” ist eine Gastbeitrag-Reihe von Julia, die normalerweise auf 49suns.de schreibt. Derzeit lebt sie in Edinburgh und von dort berichtet sie über ihre Erfahrungen auf der Insel.

Ich wohne nun schon fast ein halbes Jahr in Schottland und möchte ich Euch endlich mal am täglichen Leben hier lassen. Es gibt kaum große, aber viele, kleine Unterschiede, die mir auffallen und die möchte ich in einer neuen Beitragsserie vorstellen. Inspiriert wurde ich von einem Erlebnis, das mich beinahe in die Verzweiflung getrieben hat. Es geht um Milch. Man könnte denken, das ist in Europa alles ähnlich, aber er gibt gewaltige Unterschiede! Bevor wir ins proteinliche Detail gehen, beschäftigen wir uns zunächst mit dem Empire.

Ja, hier wird häufig noch in imperialischen Maßen gerechnet. Vor zehn Jahren war es viel schlimmer, da musste man schon Glück haben, dass auf der Packung die Angabe in ml ebenfalls angegeben wurde. Mittlerweile ist diese Angabe zwingend notwendig (meine ich), aber es gibt meist noch in Klammern oder in kleiner Schrift die Menge in fl oz (1 fluid ounce = 28,4 ml). Damit einhergehend haben sich auch die Packungsgrößen angepasst, d.h. Sahne wird z.B. im 300 ml Becher verkauft und nicht als 10 fl oz (= 284 ml). Zur Sahne komme ich in einem gesonderten Eintrag noch einmal zurück (und warum ich gestern fast verzweifelte).

Frischmilch hingegen wird immer noch in Pintgrößen verkauft und zwar in allen erdenklichen: ½ 1, 2, 3, 4, 6 Pint. Der Grund ist, dass es billiger wird, je mehr man kauft. Außer für Extremtrinker und Großfamilien ist es aber extrem unpraktisch, 3½ Liter-Kannen zu kaufen und so bezahlt man eben mehr.

MILK

Der nächste Unterschied betrifft den Fettgehalt. Es gibt hauptsächlich semi skimmed (fettarm) und skimmed (fettfrei), kaum whole (Vollmilch). Vor zehn Jahren, als ich zum ersten Mal hier wohnte, habe ich das sehr befremdlich gefunden und es war mir unverständlich wie man “gefärbtes Wasser” trinken kann. Mittlerweile nehme ich nur noch semi-skimmed…

Und ich nutze praktisch nur H-Milch. Die heißt hier UHT (ultra-heat treatment) und ist eher unüblich, weil es eben dank der verschiedenen Packungsgrößen seltener vorkommt, dass Milch schlecht wird. Ein weiterer und völlig unlogischer Grund ist bzw war der höhere Preis! Mittlerweile ist der Preis vergleichbar, aber die Einkaufsgewohnheit hat das noch nicht mitbekommen. Kurioserweise wird H-Milch in 1 Liter-Tetrapaks verkauft und nicht in Pint-Einheiten wie die Frischmilch. Des weiteren wird sie oft im Backregal versteckt und man muss echt suchen, weil es immer nur ein paar gibt. In “meinem” Supermarkt gibt es zum Glück Sechserpacks, die ich nehme, weil dann der Liter 10p billiger ist.

Auf die Eigenart, dass der Milchmann jeden Morgen Milch in Glasflaschen vorbeibringt, gehe ich nicht ein, denn das ist erstens kaum noch üblich und in der Großstadt sowieso nicht.

Dank Englisch-Blog-Leserin Sabine habe ich gestern ein neues Wort gelernt: sharrow. Bei dem Begriff handelt es sich um ein von “share” und “arrow” abgeleitetes Kunstwort, das u.a. in den USA und Kanada Bodenmarkierungen bezeichnet, die anzeigen, dass man als Radfahrer – im Gegensatz zu einem normalen Radweg – die ganze Straße befahren darf.

“A shared-lane marking or sharrow is a street marking installed at locations in Australia, Canada, and the United States. This marking is placed in the center of a travel lane to indicate that a bicyclist may use the full lane. The name sharrow was coined by Oliver Gajda, of the City and County of San Francisco Bicycle Program, and is a portmanteau of share and arrow.” Quelle: Wikipedia

Im Video wird das Ganze am Beispiel von Colorado Springs gezeigt und erklärt.

P.S. Morgen geht es hier übrigens mit dem ersten Beitrag einer neuen Gastartikel-Reihe weiter. Julia von 49suns.de hat auf ihrem Blog eine schöne Beitragsserie mit dem Titel “Leben im UK als Deutscher” gestartet, deren ersten Teil es morgen auch hier zu lesen gibt!

Ich bin kein großer Formel 1-Experte, aber das letzte Rennen und der Titelgewinn Sebastian Vettels war am Ende ja ziemlich knapp. Auf Sky Sports sprach ein britischer Kommentator dann auch davon, dass die Saison bis zur letzten Minute spannend blieb.

Dabei sagte er u.a.

“[...] the whole season coming down to the wire [...]”

Die Redewendung “to go/come down to the wire” wird vom OALD definiert als:

“if you say that a situation goes down to the wire, you mean that the result will not be decided or known until the very end”

Auf Deutsch kann man “to come/go down to the wire” also u.a. mit “bis zur letzten Minute spannend bleiben” übersetzen.

P.S. Passend zum Thema hier noch einmal der Hinweis auf einen älteren Artikel über Sebastian Vettels Sprachtalent, das er u.a. im britischen Fernsehen unter Beweis stellte.

Sebastian Vettel und Brummie

Vorgestern hatte ich hier ja ein Video mit Stephen Fry, in dem er über den Unterschied zwischen englischem und amerikanischem Humor spricht.

Der Unterschied zwischen englischem Humor und amerikanischem Humor

In dem Video kommt u.a. folgender Satz vor:

“they can wisecrack their way out of any situation”

Als Substantiv wird “wisecrack” vom OALD definiert als “a clever remark or joke”. Als Verb kann man “to wisecrack” entsprechend u.a. mit “witzeln” oder “eine witzige Bemerkung machen” übersetzen.

Im heutigen Video erklärt Stephen Fry wunderbar, worin der Unterschied zwischen amerikanischem und englischem Humor besteht.

Der wesentliche Unterschied liegt ihm zufolge darin, dass amerikanische Komiker meist Gewinner spielen, während britische Komiker meist einen Versager verkörpern.

“We want to play the failure. All the great British comic heroes are people who want life to be better and on whom life craps from a terrible height.”

“In a sense comedy is the microcosm that allows us to examine the entire difference between our two cultures. Ours is based in failure but we make a glory of our failure. We celebrate it.”

Gefunden auf britcoms.de

The Umbrella Man

Am 22. November 1963 wurde US-Präsident John F.Kennedy in Dallas, Texas, ermordet.

Der Regisseur, Dokumentarfilmer und Oscar-Preisträger Errol Morris hat aus diesem Anlass im November 2011 den ersten Teil einer (möglichen) Kurzfilm-Dokumentarreihe zu diesem Thema veröffentlicht.

“For years, I’ve wanted to make a movie about the John F. Kennedy assassination. Not because I thought I could prove that it was a conspiracy, or that I could prove it was a lone gunman, but because I believe that by looking at the assassination, we can learn a lot about the nature of investigation and evidence.
[...]
Years ago, Josiah Thompson, known as Tink, a young, Yale-educated Kierkegaard scholar wrote the definitive book on the Zapruder film — “Six Seconds in Dallas.” [...]
Last year, I finally got to meet and interview Tink Thompson. I hope his interview can become the first part of an extended series on the Kennedy assassination. This film is but a small segment of my six-hour interview with Tink.” Quelle: New York Times

Vokabeltipps:
assassination: Ermordung
conspiracy: Verschwörung
evidence: Beweis(e)

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