Ein paar Grammatiktipps

Um es vorwegzunehmen: die englischen Zeiten gehören natürlich auch zur Grammatik. Sie haben jedoch auf diesem Blog ihren eigenen Menüpunkt verdient und auch bekommen.

An dieser Stelle soll nur eine Auswahl an “anderen Klassikern” aufgelistet werden, die immer wieder Probleme machen. Diese Liste also natürlich nicht vollständig. Aber wer die Erklärungen zur Grammatik und den Zeiten im Englisch-Blog verinnerlicht, für den ist der ganze Rest nur noch ein läppisches Kinderspiel. Zunächst jedoch noch ein paar allgemeine Tipps.

Allgemeine Tipps

Wer sein Englisch verbessern will, muss die Sprache regelmäßig hören, lesen oder
sprechen. Lieber jeden Tag fünf Minuten als einmal in der Woche eine Stunde. Daher ein paar Minuten Englisch-Blog jeden Tag!

„Ich habe ihn gestern gesehen“ heißt nicht “I have seen him yesterday“

Wer insbesondere die englischen Zeiten verstehen und beherrschen will, darf die Zeiten nicht
wörtlich vom Deutschen ins Englische übertragen!

Im Deutschen besteht z.B. inhaltlich kein Unterschied zwischen „Ich habe ihn gestern gesehen“ und “ich sah ihn gestern”. Auf Englisch darf es aber nur “I saw him yesterday” und nicht etwa “I have seen him yesterday“ heißen. Warum das so ist, und wie man den richtigen Gebrauch der Zeiten verinnerlicht, zeigt der Englisch-Blog.

Jeder Mensch lernt anders

Es gibt verschiedene Lerntypen und daher auch kein Patentrezept, wie man Sprache am
besten lernt. Bei den meisten Menschen werden Informationen jedoch besser
aufgenommen und besser behalten, wenn sie mehrere Sinne ansprechen.

Hören, lesen, sprechen und schreiben

Die meisten Menschen haben, wenn sie etwas nur hören oder nur lesen, 70 bis 80 Prozent
der Informationen meist nach kurzer Zeit wieder vergessen. Nimmt man die Informationen
jedoch akustisch und visuell auf, bleibt meist die Hälfte in Erinnerung. Mit Abstand am
wenigsten vergisst man jedoch, wenn man verschiedene Sinne wie das Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen kombiniert. Genau dies tut der Englisch-Blog.

Englisch bewusst wahrnehmen

Die englische Sprache ist Teil unseres Lebens. Besonders durch die Musik, in Filmen und in der Werbung werden wir laufend mit Englisch konfrontiert. Wenn man erst einmal durch den Englisch-Blog verstanden hat, wann man beispielsweise welche Zeit im Englischen benutzt, wird man die Sprache bewusster wahrnehmen und schnell eigene Beispiele entdecken bzw. Eselsbrücken bilden.

Last but not least

Die Sprache hat ihren Namen nicht zuletzt deshalb, weil sie gesprochen werden sollte.
Also los geht’s. Speak English! Mit Freunden, den Partnern oder auch einfach mit sich selbst.
Seit es Freisprechanlagen gibt, ist z.B. das Auto ein idealer Ort, Selbstgespräche zu führen
und so ein Gefühl für die Sprache zu bekommen.

Satzbau

Positive Sätze

Der grundsätzliche Satzbau in positiven Sätzen im Englischen ist Subjekt-Prädikat-Objekt.
Einfacher gesagt: Substantiv-Verb-Objekt.

I play football.

Bei den Objekten unterscheidet man zwischen einem indirekten Objekt (Dativobjekt – wem oder was) und einem direkten Objekt (Akkusativobjekt-wen oder was).

Für die Stellung der Orts- und Zeitangabe gibt es die einfache Regel: Ort vor Zeit.
Die Zeit steht normalerweise am Satzende.

“Ich spiele jeden Tag mit meinen Freunden Fußball” heißt also “I play football with my friends every day”.

Fragen

Der grundsätzliche Satzbau bei Fragen in der einfachen Gegenwart im Englischen ist: Do you + Verb

Bsp: Do you speak English?

Wenn man also z.B. fragen möchte ob jemand ganz allgemein Fußball spielt, fragt man nicht “play you football” sondern “Do you play football”.

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Negative Sätze

Der Satzbau von positiven Sätzen im Englischen gilt auch für die Verneinung. Allerdings verwendet man dann zumeist ein Hilfsverb.

I don’t play football.
I didn’t play football.

If-Sätze

Was hier salopp als If-Sätze bezeichnet wird, hat oft viele andere Namen. Konditionalsätze (Conditionals), Bedingungssätze, Wenn-dann-Sätze.

Es gibt drei Typen von If-Sätzen.

  1. Typ: Wenn etwas passiert, werde ich dies oder das tun.
    Bsp: If it rains, I will go home
  2. Typ: Wenn etwas passieren würde, würde ich dies oder das tun.
    Bsp: If it rained, I would go home
  3. Typ: Wenn etwas passiert wäre, hätte ich dies oder das getan.
    Bsp: If it had rained, I would have gone home

Achtung: Besonders der 2. Typ ist immer wieder eine Fehlerquelle, da im If-Teil des Satzes kein would auftaucht sondern die 2. Form des Verbs!

“Wenn ich im Lotto gewinnen würde, würde ich ein Haus kaufen” heißt also “If I won the lottery, I would buy a house”.

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much – many

Wann sagt man much und wann many? Ja, es gibt die Definitionen, wonach man much bei nicht-zählbaren Dingen verwendet und many bei zählbaren.

Es geht aber auch einfacher:

  • much heißt viel.
  • many heißt viele.

Bsp: “Ich habe nicht viel Zeit” heißt also “I don’t have much time”.

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used to – would

Im Englischen gibt es u.a. zwei Arten um auszudrücken, dass man in der Vergangenheit etwas gewohnheitsmäßig getan hat. Einmal mit ‘used to‘ und einmal mit ‘would‘.

Bsp: I used to play a lot of football when I was young. – Als ich jung war habe ich viel Fußball gespielt.
Erklärung: ‘used to’ drückt lediglich aus, dass man früher etwas regelmäßig tat, was man heute nicht mehr tut.

Bsp: We would play football every day when we were young. – Als wir jung waren, haben wir jeden Tag Fußball gespielt.
Erklärung: Diese Verwendung von ‘would’ verwirrt häufig, da die häufigere Bedeutung von ‘would’ ‘würde’ ist. In Bezug auf die Vergangenheit drückt ‘would’ wie ‘used to’ aus, dass man früher etwas regelmäßig tat, was man heute nicht mehr tut.

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Adjektive / Adverbien

Die Unterscheidung zwischen Adjektiven und Adverbien bereitet den meisten Menschen mit deutscher Muttersprache Schwierigkeiten. Im Gegensatz zum Englischen erkennt man im Deutschen äußerlich keinen Unterschied zwischen einem Adjektiv und einem Adverb.
Bsp: Er ist vorsichtig – In diesem Fall ist vorsichtig ein Adjektiv- Frage: wie ist er? Antwort: vorsichtig.
Er fährt vorsichtig – In diesem Fall ist vorsichtig ein Adverb.

Wie erkenne ich also im Deutschen ein Adjektiv bzw. ein Adverb?
Ein Adjektiv (“Wie-Wort”) bezieht sich ein Subjekt bzw. Objekt: Wie ist er? Vorsichtig.
Ein Adverb ist dagegen ein Wort, das entweder ein Verb, ein Adjektiv oder ein anderes Adverb näher beschreibt.

Im Englischen ist ein Adverb von einem Adjektiv in der Regel durch die Endung -ly zu unterscheiden.

  • Er ist vorsichtig – He is careful (vorsichtig bzw. careful ist in diesem Fall ein Adjektiv)
  • Er fährt vorsichtig – He drives carefully (vorsichtig bzw. carefully bezieht sich auf das Verb fahren und ist daher ein Adverb)
  • Er ist extrem vorsichtig – He is extremely careful (extrem bzw. extremely bezieht sich auf das Adjektiv vorsichtig und ist daher auch ein Adverb. Vorsichtig bzw. careful bezieht sich auf Er und ist daher ein Adjektiv)
  • Er fährt extrem vorsichtig – He drives extremely carefully (extrem bzw. extremely bezieht sich auf das Adverb vorsichtig und ist daher auch ein Adverb)

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Steigerungsformen

Bei den Steigerungsformen von Adjektiven im Englischen muss man sich im Wesentlichen zwei Dinge merken.

  1. Adjektive mit einer Silbe steigert man mit den Endungen -er und -est
    Bsp: small – smaller – smallest
  2. Adjektive mit zwei Silben, die mit -y, -ow, -er, -le enden, steigert man normalerweise ebenfalls mit den Endungen -er und -est.
    Bsp: happy – happier – happiest / narrow – narrower – narrowest
  3. Alle anderen Adjektive mit zwei Silben und Adjektive mit drei oder mehr Silben steigert man mit more und most.
    Bsp: beautiful – more beautiful – most beautiful

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Modalverben

Modalverben, oder auch modale Hilfsverben genannt, sind keine Vollverben sondern können nur in Verbindung mit einem normalen Verb auftreten. Es sind Verben wie dürfen, können, müssen oder sollen. Im Englischen gibt es oft keine anderen Zeitformen dieser Modalverben. In diesen Fällen muss man auch die so genannten Ersatzformen der Modalverben kennen. Diese Ersatzformen können auch in andere Zeitformen gesetzt werden. Im Englischen gibt es folgende wichtige Modalverben:

  • can: können, fähig sein – Ersatzform: to be able to
  • may: dürfen – Ersatzform: to be allowed to
  • must: müssen – Ersatzform: to have to
  • need: brauchen, müssen – Ersatzform: to have to

Eine Besonderheit stellt das Modalverb “must” dar. Die Verneinung “must not” heißt also nicht “nicht müssen” sondern “nicht dürfen”.

“Ich darf nicht spielen” heißt also “I must not play”
“Ich muss nicht spielen” heißt “I don’t have to play”

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Umgangssprachliche Kurzformen

Umgangssprachliche Kurzformen wie ain’t, wanna, gonna oder gotta gelten formal als nicht korrekt, sind aber in der gesprochenen Sprache oft gehört und daher unverzichtbar.

  1. ain’t: Kurzform von isn’t, aren’t oder haven’t bzw. hasn’t.
    Bsp: It ain’t over ’til it’s over. You ain’t seen nothing yet.
  2. gonna: Kurzform von going to.
    Bsp: I’m gonna do it.
  3. gotta: Kurzform von got to.
    Bsp: I gotta go.
  4. wanna: Kurzform von want to. Bsp: Girls just wanna have fun.

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