Czech Republic and Chechnya – Chechens and Czechs

Im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag von Boston konnte man in den letzten Tagen im Netz leider auch sehen, wie sich u.a. über Twitter viel Schwachsinn verbreitete. So war es für viele Twitter-User in den USA nicht möglich, Tschechien bzw. die Tschechische Republik und Tschetschenien sprachlich zu unterscheiden.

Vor diesem Hintergrund sah sich auch der tschechische Botschafter in Washington zu einem Pressestatement genötigt.

Statement of the Ambassador of the Czech Republic on the Boston terrorist attack

As many I was deeply shocked by the tragedy that occurred in Boston earlier this month. It was a stark reminder of the fact that any of us could be a victim of senseless violence anywhere at any moment.

As more information on the origin of the alleged perpetrators is coming to light, I am concerned to note in the social media a most unfortunate misunderstanding in this respect. The Czech Republic and Chechnya are two very different entities – the Czech Republic is a Central European country; Chechnya is a part of the Russian Federation.

As the President of the Czech Republic Miloš Zeman noted in his message to President Obama, the Czech Republic is an active and reliable partner of the United States in the fight against terrorism. We are determined to stand side by side with our allies in this respect, there is no doubt about that.

Petr Gandalovič
Ambassador of the Czech Republic

Quelle: Embassy of the Czech Republic in Washington D.C.

Vokabeltipps:
Czech Republic: Tschechische Republik
Czechia: Tschechien
Czech: Tscheche, Tschechin, Tschechisch

Chechnya: Tschetschenien
Chechen: Tschetschene, Tschetschenin, Tschetschenisch

Matt Binder hat auf seinem Tumblr-Blog “Public Shaming” eine Vielzahl von Tweets zusammengetragen, die einen wirklich den Kopf schütteln lassen.

„The Definitive “People Who Thought Chechnya was the Czech Republic” Collection“

Was heißt Impressum auf Englisch?

Der Blick auf viele deutsche Websites mit englischer Übersetzung scheint eine einfache Antwort auf die Frage in der Überschrift zu geben: Imprint. Das Problem dabei: es ist in Bezug auf Websites falsch. Auch wenn man das Wort in manchen Online-Wörterbüchern wie Leo findet.

Martin Crellin, dessen Blog ich neulich schon empfohlen habe, hat sich mit dem Thema schon öfter ausführlich auseinander gesetzt und es u.a. in folgenden beiden Artikeln genauer erklärt.

Wie übersetzt man Impressum? Part 1

Wie übersetzt man Impressum? Part 2. Take 2.

Auch bei Transblawg, einem Blog von Margaret Marks zur juristischen Übersetzung Deutsch-Englisch, findet sich ein ausführlicher Artikel zu diesem Thema.

‚Impressum‘ in English revisited

Fazit: Das Problem liegt im Wesentlichen darin, dass es in Großbritannien und den USA keine Impressumspflicht gibt und daher auch keine echte entsprechende Begrifflichkeit dafür. Möglichkeiten zur Übersetzung sind u.a. „about this website“ oder „legal notice“.

Auf Wikipedia heißt es zu diesem Thema ebenfalls entsprechend:

The Latin word Impressum (printed, from the verb imprimĕre, i.e. to print), used in German, has no exact translation in modern English. It is a legally required statement of the ownership and authorship of a document, which must be included in books, newspapers, magazines and websites published in Germany and other German-speaking countries.

There is no equivalent legislation in the UK or US, and therefore no consistent legal term is used in English-speaking media. The closest English terms for Impressum are:

Masthead: for newspapers and magazines, a list, usually found on the editorial page, of the members of its board.
Colophon: for books, a note indicating metadata about the book such as the date of publication, printer and publisher.
„Site notice“, „Legal notice“or „Legal disclosure“: for websites in English, a page title commonly used to link to legal metadata and terms of use.

How do you do?

Ein Fehler, den man bei deutschen Sprechern öfters hört, ist die Verwechslung bzw. falsche Verwendung von „How do you do?“ und „How are you“.

Bei „How do you do?“ handelt es sich um eine sehr förmliche und umgangssprachlich selten verwendete Begrüßungsfloskel, die man bei einem ersten Treffen mit jemandem verwenden kann. Die Antwort auf „How do you do?“ lautet „How do you do?“.

Verwechselt wird „How do you do?“ gerne mit der Frage „How are you?“. Die Antwort auf die Frage „How are you?“ (Wie geht es dir/ihnen?) lautet in der Regel „Fine, thanks“ bzw. „Fine, thank you“.

P.S. Besonders in Irland hört man auf die Frage „How are you“ häufig auch eine andere Antwort. Aber dazu ein anderes Mal. 😉

Eventually und eventuell

So genannte falsche Freunde sind immer wieder ein Problem. Dabei handelt es sich um Wörter, die im Englischen und Deutschen sehr ähnlich sind, aber unterschiedliche Bedeutungen haben.
Der Song „Eventually“ der US-Sängerin Pink heißt also nicht „eventuell“ sondern „letzten Endes“ bzw. „schließlich“.

Das deutsche „eventuell“ heißt auf Englisch „perhaps“ oder „maybe“.

Was heißt also: Ich treffe ihn eventuell wieder.

Perhaps (maybe) I’ll meet him again.