Wort der Woche: interpreter
Markus Brendel · 24 Januar 2010 · Kategorie: Allgemeines
Ein Dolmetscher heißt auf Englisch interpreter. Nicht zu verwechseln ist der Dolmetscher von einem Übersetzer. Dieser heißt auf Englisch translator.
Der Unterschied zwischen beiden ist grob gesagt, dass der translator einen geschriebenen Text übersetzt, während sich ein interpreter mit der gesprochenen Sprache beschäftigt.
Im Video kann man ein Dolmetscherbeispiel sehen, bei dem man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Gestoßen bin ich darauf diese Woche bei TV Total. Es handelt sich um die Dankesrede von La Toya Jackson für ihren Bruder Michael beim Dresdner Semperopernball und einen Synchrondolmetscher des MDR. Großes Kino.
Ich möchte das Reizende akzeptieren — aus Dresden. Ich weiß nicht, ob Michael das gewusst hat. Sie wissen: Er gab uns 39! Er gab sein Herz für die Menschen. Leute tanzten bei ihm. Und oftmals blieben sie noch bis zum nächsten Tag. Er freut sich, dass er so viel den Menschen hat geben können. Und seine Charity, von der er so viel gegeben hat. Er hat ein großes Herz, und das hat er den Menschen gegeben. Es zeigt die Güte. Sein Herz war so groß. Er dachte, alles. Meine Mutter, mein Bruder. Auch in anderen, verschiedenen Ländern. Meine Mutter würde schreien, mein Bruder würde schreien. (Unverständlich.) Lasst uns dafür etwas tun! Er würde sagen: Machen wir eine Spende. Und wir sollten den Kindern helfen. Kindern, die Liebe brauchen. Und das schon in einem jungen Alter, sehr jungen Alter. Zu spielen, mit ihnen sich hinsetzen. Und, er würde sagen: Ihr könnt noch jünger werden. Ihr könnt jünger bleiben. Kommt herein! Seid mit mir eine Familie. Das würde er sagen. Ich danke wirklich allen von Ihnen. In seinem Namen. Sein Lächeln. Das ist mit uns hier. Ich danke Ihnen so sehr. Ich. Es ist wunderbar. Danke schön.
Zitat via: Stefan Niggemeier




Kommentare
Oh mein Gott! Den haben sie doch hoffentlich gleich rausgeschmissen!
Ich hatte mir mal überlegt, ob ich nicht Simultandolmetscherin werden sollte. Nachdem ich eine Berufbeschreibung las, in der es hieß, daß meisten Leute in diesem Beruf mit 40 oder so in Rente gingen, weil es so stressig sei, dachte ich mir, daß ist wohl doch nichts für mich.
Oh Gott, das ist so schrecklich zum Anhören.
Was für eine peiliche Vorsrellung von diesem “Dolmetscher” .
Das war keine sinnentstellte Übersetztung, sonder eine sinnentleerte.
Vielleicht sollte die GEZ-Gebühren erhöht werden, damit die öffentlich-rechtlichen Sender Leute bezahlen konnen, die ihr Handwerk beherrschen.
SUPER – wenn ich mal arbeitslos werde, kann ich mit meinen mageren Englischkenntnissen beim mdr Karriere machen;-)))
@projektleiterin – ich hab’ mal kurz nach meinem Studium einen Tag gedolmetscht… Am Ende dieses Tages war ich fix und fertig und wusste, dass ich das nicht machen möchte…. Ich hab’ jedenfalls allergrößten Respekt vor Dolmetschern. Ist ein wirklich anstrengender Job.
Ich glaube bei Konferenzen und so, lösen die sich alle halbe Stunde oder so ab, weil’s so anstrengend ist.
Wenn man übrigens dem Stefan Niggemeier Link folgt, kann man bei den Kommentaren #40 und #43 eine ganz gute plausible Erklärung finden, warum der gute Mann so schlecht übersetzt hat.
[Anscheinend habe ich um die Uhrzeit nichts zu tun... Ich muß jetzt wirklich dringend ins Bett...]
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