Gedichte mal ganz anders
Markus Brendel · 26 Juni 2009 · Kategorie: Landeskunde, Vokabeln
In Großbritannien sucht die BBC derzeit im Rahmen der so genannten Poetry Season unter dem Motto “Let poetry intro your life” den beliebtesten Dichter der Nation. Aufmerksam macht die BBC auf diese Kampage u.a. mit dem Spot im heutigen Videobeispiel, in dem ein Klassiker des englischen Dichters William Blake einmal auf eine ganz neue Art und Weise vorgetragen wird. (Gefunden auf jochenenglish.de)
And did those feet in ancient time
Walk upon England’s mountains green?
And was the holy Lamb of God
On England’s pleasant pastures seen?And did the Countenance Divine
Shine forth upon our clouded hills?
And was Jerusalem builded here
Among these dark satanic mills?Bring me my bow of burning gold!
Bring me my arrows of desire!
Bring me my spear! O clouds, unfold!
Bring me my chariot of fire!I will not cease from mental fight,
Nor shall my sword sleep in my hand,
Till we have built Jerusalem
In England’s green and pleasant land.
Vokabeltipps:
pastures: Weideland
chariot: Streitwagen
countenance: Antlitz, Angesicht
Das Gedicht hat eigentlich den Titel “And did those feet in ancient time“. Es ist aber vielen mit der Musik von Hubert Parry als Hymne mit dem Titel “Jerusalem” bekannt. Diese Hymne ist u.a. ein fester Bestandteil der so genannten Proms und wurde auch bereits von diversen Musikern wie dem britischen Singer-Songwriter Billy Bragg interpretiert.
Mehr Informationen zu diesem Gedicht und die deutsche Übersetzung kann man hier finden.




Kommentare
Das Gedicht kannte ich zwar nicht, es hat mich aber an “Told you so” von Depeche Mode erinnert:
And do those feet in modern times
Walk upon the flowers and
Walk upon their brothers while their
Heads are busy lying low
Trying to keep to cover, oh
Something went wrong along the way
Everybody’s waiting for Judgment Day
So they can go “Told you so”
They can go “Told you so”
Bring me my gun of itching desire
Bring me my bullets and I will fire
Sights set higher than the tall church spire
[...]
Das ist ja interessant! An den Song “told you so” von Depeche Mode konnte ich mich noch dunkel erinnern, aber mir war der Text überhaupt nicht bewusst. Als ich das Lied früher hörte, konnte ich noch kein Englisch..
So wie es aussieht, ist dieser Text offensichtlich an Blakes Gedicht angelehnt. Cool.
Was ist das eigentlich für ein Akzent?
@Projektleiterin: ich würde sagen, es klingt wie ein russischer Akzent…
Der, der das Gedicht vorgetragen hat?
@ja, würde ich sagen… but I’m not sure…
Nach dem 2. Anhören – könnte tatsächlich ein russischer Akzent sein.
Nicht Russisch, sondern Ukrainisch. Schaut mal in die Laufschrift, das steht’s: “19 year old Ukrainian International Blake ….”
Gruß
FRAC
@Frac: Now that you mention it…
Wer lesen kann gewinnt!
Danke für den Hinweis!
Ist jetzt nur die Frage ob der junge Mann hauptsaechlich Russisch oder Ukrainisch spricht. Nur weil er aus der Ukraine kommt spricht er noch lange nicht Ukrainisch.
Einigen wir uns auf “Einen Akzent, der auf eine Herkunft aus dem slawischen Sprachraum schließen lässt”
Übrigens: Mich dünkt der Gute spricht ein paar Worte viel zu Englisch aus um wirklich ein Osteuropäer zu sein. Vielleicht ist der Akzent ja auch nur aufgesetzt. Kann mich aber auch irren, bin ja weder Engländer noch “aus dem slawischen Sprachraum”.
Deal.
Danke für die Erinnerung an diesen tollen Video-Clip! Hab’s gleich weiterverwendet.
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