Interview mit Markus Ferber
Spitzenkandidat der CSU für die Europawahl
1. Wie sehen Sie die Bedeutung von Sprachkenntnissen bei der Bewältigung von unterschiedlichen Herausforderungen wie der Globalisierung und der zunehmenden Mobilität und Immigration?
Vor allem Englisch hat sich längst als globale lingua franca etabliert, also globale Verkehrssprache. Wer heute weit reisen will, auch in nicht-englischsprachige Länder, kommt um diese Sprache kaum herum. Das Gleiche gilt für den Arbeitsmarkt: Englischkenntnisse sind bei vielen Arbeitsstellen in Deutschland längst kein Bonus mehr, sondern werden einfach vorausgesetzt. Aber ich will diese Debatte gar nicht auf das Englische begrenzen: unser Umgang mit der englischen Sprache zeigt nur, wie sehr der Erwerb von Fremdsprachen in unserer modernen, globalisierten Gesellschaft einfach vorausgesetzt wird und notwendig ist.
2. Was machen Sie bzw. Ihre Partei konkret, um die Bürger beim Sprachenlernen zu unterstützten?
Die CSU hat die EU-Förderprogramme zum Erlernen von Fremdsprachen und den interkulturellen Dialog immer unterstützt. Eines der bekanntesten Programme ist “Erasmus”, mit dem jedes Jahr Tausende Studenten in einem anderen Land studieren und die dortige Sprache und Kultur lernen können. Das ist eines der Kernprojekte der EU um das Sprachenlernen zu fördern. Daran wollen wir festhalten und auch weiter mit Nachdruck betreiben.
3. Wie ist es um ihre Fremdsprachenkenntnisse bestellt bzw. was tun Sie, um diese zu verbessern oder auf dem Laufenden zu halten?
In meiner Arbeit als Europaabgeordneter bin ich natürlich auf Englisch und auch Französisch angewiesen. Beide Sprachen sind unerlässlich, um in Brüssel und Strassburg über Gesetzestexte zu verhandeln oder mit Fraktionskollegen über die Plenarabstimmungen zu beraten. Leider fehlt mir dabei die Zeit, weitere Sprachen zu lernen!






Kommentare
Englische Sprache ist nicht nur lingua franca. Viele andere Sprache enthalten in sich Englisch. Anglizismen sind schon fast überall. Erstmal konnte man sie in der Werbung sehen. Mittlerweile sind sie in jedem Bereich der Sprache zu sehen. Ob das gut für die deutsche Sprache ist, bin ich mir nicht ganz sicher.
Und was ist mit “lingua franca”? Sehr Englisch hoert sich das fuer mich nicht an.
Von den ganzen anderen lateinischen, franzoesischen und sonstigen Woertern die sich in die Deutsche Sprache eingeschlichen haben mal ganz abgesehen. Haben die der Deutschen Sprache geschadet?
Oder andersherum, was ist mit den verschiedenen Deutschen, Franzoesischen, Jiddischen und was weiss ich noch alles Woertern die sich in die Englische Sprache eingeschlichen haben? Haben die der Englischen Sprache geschadet?
Sprache lebt. Und Sprache lebt von Befruchtung und Wandel.
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