Von Fußballern und Darmwinden
In England kam es Anfang des Monats bei der Partie zwischen den Amateurteams von Chorlton Villa und International Manchester FC zu einer spektakulären Schiedsrichterentscheidung.
Nachdem ein Chorlton-Spieler bei einem Elfmeter auf die Idee gekommen war, einen fahren zu lassen, um den Schützen aus der Ruhe zu bringen, zeigte der Schiedsrichter dem Übeltäter die Gelbe Karte und ließ den zunächst nicht verwandelten Elfmeter wiederholen.
Der Schiedsrichter begründete die Verwarnung damit, dass sich der Spieler nicht wie ein Gentleman verhalten habe. Beim zweiten Anlauf ohne störende Nebengeräusche landete der Ball schließlich im Tor.
Im Guardian lautete die Überschrift zu diesem Ereignis wie folgt:
Footballer given yellow card ‘for breaking wind’ during penalty shot
Weiter hieß es:
Referee books Chorlton Villa player for distracting rival with ‘ungentlemanly conduct’ at key moment in match.
Vokabeltipps:
to break wind: einen fahren lassen
penalty: Elfmeter
to book: verwarnen
to distract: ablenken
conduct: Verhalten
key moment: entscheidender Moment
fart: Furz
to fart: furzen
Im Video kann man sehr passend zu diesem Thema sehen, welche Folgen solche Darmwinde haben können..





Kommentare
Dabei sei noch angemerkt, dass “to book” nur “verwarnen” im Sinne einer gelben Karte beim Fußball bedeutet … nicht dass hier jemand auf Engländer im Pub losgeht mit “I book you!”
Jetzt sind wir ja, Gott sei Dank, wieder bei dem Niveau, welches ich sofort verstehe. Vielen Dank für diesen Artikel.;-)
@Michael: du hast du natürlich recht..
In diesem Zusammenhang muss man natürlich wieder auf das herrliche Zitat von Willi Lippens verweisen.. “Als er einmal auf eine Verwarnung im Spiel (Gelbe Karte) und den darauf folgenden Kommentar des Schiedsrichters „Herr Lippens, ich verwarne Ihnen“[sic] mit den Worten antwortete: „Herr Schiedsrichter, ich danke Sie“, wurde er von dem humorlosen Schiedsrichter mit der roten Karte des Feldes verwiesen.” Quelle: Wikipedia
@Rene: Bitte sehr
diese Sprache versteht jeder
*lach* perfektes Thema, als Gegengewicht bzw. Ausgleich zur resurrection-Diskussion. Hoffe mit der Diskussion haben wir keine Leser verscheucht!
@also ich fand die Diskussion perfekt.. ist ja eigentlich Sinn der Sache. Schließlich geht es ja Sprache hier…
Übrigens auch deine letzte Antwort von gestern war noch sehr interessant. Habe es nicht weiter kommentiert, weil es wahrscheinlich dann einfach zu kompliziert würde. In jedem Fall wissen jetzt alle umfassend über die Auferstehung die verschiedenen Formulierungsmöglichkeiten Bescheid…
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