Die 10 besten Songs zum Englisch lernen

Ich gehöre zu den Menschen, die den Zugang zur englischen Sprache durch die Musik gefunden haben. Heute möchte ich eine Liste mit 10 Songs vorstellen, die mir geholfen haben, mein Interesse zu wecken.

Ich habe mich allerdings darauf beschränkt, nur Texte aufzunehmen, in denen „spielfilmartig“ eine richtige Geschichte erzählt wird. In nächster Zeit werde ich mir den ein oder anderen Song meiner Liste mal vornehmen und ein wenig sprachlich „durchleuchten“. Bei den Songs habe ich außerdem noch ganz grob dazu geschrieben, wovon das jeweilige Lied handelt.

1. Hurricane: Bob Dylan
Geschichte des Boxers Rubin Carter

2. Joey: Bob Dylan
Lebensgeschichte eines Gangsters in New York

3. Thousands are sailing: The Pogues
Song über irische Auswanderer nach Amerika

4. Goodnight Saigon: Billy Joel
Song über den Vietnam-Krieg

5. Nebraska: Bruce Springsteen
Song über einen zum Tode verurteilten Amokläufer

6. Martha: Tom Waits
Song über einen Mann, der nach über 40 Jahren seine Jugendliebe anruft

7. Rocky Raccoon: The Beatles
Westernballade über ein Duell ohne Happy-End

8. The load-out: Jackson Browne
Song über das Musikerleben auf Tour

9. Family Snapshot: Peter Gabriel
Song über das Kennedy-Attentat aus der Sicht des Attentäters

10. Nothing ever happens: Del Amitri
Momentaufnahme aus dem Leben in einer Großstadt

So, und nun werfe ich auch mal ein Stöckchen. Welche Songs haben euch animiert, Englisch zu lernen?

34 Comments

  1. Mir hat Chris deBurgh sehr geholfen. Viele seiner Songs erzählen Geschichten – allen voran „Crusader“ oder „The Mirror of the soul“. Seine Aussprache (oder heißt es in dem Fall Aussinge? 😉 )ist sehr deutlich.

    Best wüsches
    oberleiner

  2. Aaahh! Nothing ever happens ist sowas von genial! (obwohl ich Driving with brakes on noch einen Tick besser finde).

    Das ist eine sehr schöne Stöckchen-Idee, die ich bei Gelegenheit verbeitragen werde und deshalb jetzt nichts weiter :)

  3. das waren wohl alle beatles songs vom „roten“ album, als ich 12 war, … und dann später, als ich wusste was „she loves you yeah yeah yeah“ heißt, dann das „blaue“ … wobei ich i am the walrus erst viel später verstanden habe … oder zumindest meine es halbwegs verstehen zu können :-)

  4. Harry

    Das wäre doch ein gute Idee: aktuelle Ohrwürmer, die man täglich hört, zu „zerlegen“. Mir würde das Spaß machen, wenn ich gute Songs auch verstehen würde. (OK, das liegt vielleicht auch dran, dass mein Englisch etwas unterbelichtet ist). Trotzdem!

  5. Michael, bei mir auch 😉 Ich hab ob-la-di ob-la-da ordentlich mit links englisch, rechts deutsch übersetzt!

    Harry, die Idee ist schon gut, aber rechtlich sehr bedenklich.

  6. die ganze platte ‚desire‘, auf der auch ‚hurricane‘ drauf ist, ist voller ellenlanger geschichten (isis!). das habe ich ja schon urzeiten nicht mehr angehört, da muss ich mal die langspielplatte wieder suchen :-)
    und Michael hat recht, ‚I am the walrus‘ wollte ich gerade als beispiel anbringen, womit man nicht so gut anfangen sollte. ich musste das mal auswendig lernen als kind und habe nur bahnhof verstanden, wobei alles so schön klang…
    prinzipiell finde ich die texte von xtc ganz gut zum mitlesen und lernen.

  7. Martin

    Eric Burdon and the Animals fällt mir dazu ein…
    The black plague oder San Franciscan Nights

  8. Del Amitri. All of the songs. :-)

  9. Mit 11 bin ich von einem Bundesland in ein anderes gezogen.Hier war man in englisch viel weiter und ich bin übel abgeraucht. Zeitgleich entdeckte ich meine Liebe für Jethro Tull. Als 7-Klässlerin war ich natürlich mit Englisch lang nicht soweit. Also habe ich fein säuberlich die Lyrics von den Innencovern abgeschrieben und dann mit Dictionary übersetzt. Ich war ein halbes Jahr beschäftigt, zu der zeit gab es bereits 12 LPs und die Texte von Jethro Tull waren sehr komplex. Aber was soll ich sagen…. ich hab in dem Halbjahr meine Note von einem 4er auf einen guten 2er gelupft.
    Jetzt lese ich Bücher und sehe Filme nur auf Englisch, weil es mir leichter fällt und deutsche Übersetzungen dem Original nie gerecht werden.

  10. Das erste Lied mit dem ich angefangen habe Englisch zu lernen war damals(tm) „Circle of Life“ von Elton John – ist vom „Lion King“-Soundtrack.

    Und früher hat die BRAVO sehr geholfen. Die hatten immer so lustige faltbare Songtext-Karten zum Ausschneiden in ihren Heften. Auf eine Seite war dann immer ein Foto der jeweiligen Band und auf der anderen der Text eines aktuellen Songs einmal im englischen Original und daneben als deutsche Übersetzung.

  11. Ui, kenne ich keinen einzigen von :-(

  12. Wie, noch keiner hat Billy Bragg’s The Saturday Boy erwaehnt? Dabei singt der doch sogar passend:

    „I had to look in the dictionary
    To find out the meaning of unrequited“

  13. Leonhard Cohen „Bird on a Wire“ und „Susanne“

  14. @ Julia: Driving with brakes on ist klasse! Mein Lieblingssatz aus dem Song lautet: „It’s hard to say you love someone and it’s hard to say you don’t“

    @Michael: Beatles könnte ich natürlich auch durch die Bank aufzählen..
    @ecco: Yup, die ganze Desire-Platte ist eine Ansammlung an guten Geschichten. Hab ich aber auch schon ewig nicht mehr gehört.

    @Nimue: Zu Jethro Tull hatte ich nie einen Zugang. Außer der Tatsache, dass ich Bachs „Bourrée“ mal ganz ordentlich auf der Gitarre spielen konnte. 😉

    @David: das ist eben alles old-school.. :-) Was sind denn deine Songs zu dem Thema?!

    @Armin: Billy Bragg ist ja ein Thema für sich.. 😉 Ich glaube allein die Scheiben Workers Playtime und Don’t try this at home hab ich bestimmt eine Million mal gehört…. Nice quote, by the way

  15. Ja, das ist überhaupt eine der besten Liedzeilen der Musikgeschichte. Hab das mal in einem Beitrag verwurstet.

    Billy Bragg werde ich mir jetzt mal komplett anhören (bzw. was die da bei Spotify anbieten).
    Nachtrag: Gibt nur Mermaid Avenue und das hab ich schon

  16. @Harry: wie Julia schon gesagt hat, kann ich die ganzen Texte aus rechtlichen Gründen nicht aufführen. Aber ich werd‘ das mal mit Textzeilen auch aus aktuellen Songs mal machen. (bzw. mach‘ ich ja hin und wieder bereits)

  17. @ Markus: hm, muss jeder so Songs haben? Ich weiß nicht, ob es Songs gibt, die mich zum Englisch lernen animiert haben, ich glaube eher nicht.

  18. @David: nö, muss absolut nicht. hätte ja sein können. 😉

  19. Harry

    Julia, Markus: jetzt im Ernst? Rechtliche Gründe? In meiner Unbedarftheit stolpere ich zwar des Öfteren über eigenartige Gesetze, aber dass das Verbreiten von Songtexten verboten ist, kann ich mir dann doch nicht wirklich vorstellen.
    Wäre das nicht sogar im Sinne des Erfinders?

    Naja, aber sicher habt ihr Recht.
    Verrückte Welt!

  20. Harry, das fällt unter das Urheberrechtsgesetz. Wenn Markus hier einzelne Zeilen vorstellt, dann gilt das als Zitat und ist ok, besonders wenn er damit etwas zeigen möchte. Aber einfach nur die Texte (und auch Übersetzungen) gehören dem Urheber und ohne dessen Zustimmen darfst du die nicht öffentlich machen.

  21. @harry
    und das kann ganz schön teuer werde:
    http://www.e-recht24.de/news/urheberrecht/282.html

    zum teil wurden vor jahren lyrics-server sogar durch die polizei stillgelegt und das gros der server verschwand. warum es jetzt wieder ziemlich viele lyrics-server gibt, weiß ich nicht. teilweise wurden jedenfalls abkommen mit rechteinhabern getroffen.

  22. Schön finde ich immer, wenn ich Songs aus meiner gaaaanz frühen Jugend höre die ich damals eher phonetisch als tatsächlich gelernt habe und mitsinge…und heute, wo ich einigermaßen Englisch kann plötzlich verstehe, was ich da für einen Stuß singe. Sehr lustig wenn’s passiert. :-)

  23. Hat mich jetzt nicht unbedingt zum englischlernen gebracht (das waren eher Filme mit Samuel L. Jackson 😉 aber zum Thema Geschichtenerzählerei in Songs: „Leningrad“ von B. Joel. Das hat mich immerhin gelehrt, was Breitengrad heißt.

  24. …the 38th Parallel, stimmt… :-)

  25. http://tinyurl.com/cavs5m Die 10 besten Songs zum Englisch lernen
    Mein Song war Luca von Suzanne Vega. Eigentlich eine traurige Geschichte.

  26. Gerald

    Spontan fiel mir sofort „Forgotten sons“ von Marillion ein. Das habe ich irgendwann mal übersetzt. Das Thema ist der Nordirland-Konflikt. In dem Zusammenhang fallen mir dann noch „Sunday Bloody Sunday“ von U2 und „Zombie“ von den Cranberries ein.
    Peter Gabriels „Family snapshot“ haben wir mal in Deutsch(!) behandelt. Peter Gabriel hat nämlich seine dritte Platte auch in Deutsch veröffentlicht (liegt noch irgendwo bei mir rum).
    Chris de Burgh hat mich mit „Crusader“, „Spanish train“ und „A spaceman came travelling“ zu Übersetzungen inspiriert.

  27. @jörg: das mit filmen mit samuel l. jackson kann ich verstehen.. 😉
    @Gerald: Die beiden deutschen Alben von Gabriel fand ich früher eine Sensation, Habe sie aber schon ewig nicht mehr gehört. Meine Favorit war immer „Nicht die Erde hat dich verschluckt“

  28. Der Englisch-Blog.de hat unter dem Titel „Die 10 besten Songs zum Englisch lernen“ 10 Songs ausgewählt die nach Markus Brendels Meinung zum Englisch lernen die besten wären. […]

  29. Ich wünschte mir, es gäbe eine Sammlung von Interpretationen englischer Liedtexte. Mit einer bloßen Übersetzung ist es ja oft nicht getan. Meine Leib- und Magenband „Giant Sand“ zum Beispiel hat viele Lieder, die – zumindest für mich – so verrätselt sind, dass ich den eigentlichen Inhalt höchstens erahnen kann.

    Davon abgesehen: vielen Dank für dieses klasse Blog!

    So long,
    Andreas

  30. Andreas, schau mal auf songfacts.com da werden viele (jedoch mehr bekannte) Songs interpretiert bzw. Fakten darüber gesammelt.
    Hast du schon mal das Internet durchstöbert? Von vielen Bands gibt es Fanseiten und besonders bei Bands, die bekannt für verklausulierte Songs sind. Mein Beispiel wäre hier Jethro Tull.

  31. Ein ganz später Nachtrag von mir: Snoop Dogg’s Lodi Dodi hat mich gelehrt was „Ich sehe was was Du nicht siehst…“ auf Englisch heißt…
    I spy with my little eye… :-)

  32. Exilant

    Nette Seite,
    ich bin dem Musik-Englisch-Lernen verfallen, seit mich mal eine Lehrerin auf Father and Son von Cat Stevens gestoßen hat. Habe dann immer wie besessen auf die texte geachtet. Ganz besonders gut gefallen mir die Texte von REM und den 10000 Maniacs (auch Natalie Merchants Solo-Sachen). Mittlerweile ist mein Englisch ordentlich genug. Leider kann ich jetzt auch „aus Versehen“ Texte verstehen so beim nebenbei-im Radio-dudeln-lassen. Und da wird ja soviel Schrott und Humbug getextet. Wie halten das die native speker bloß aus?

  33. Patricia

    Hier fehlt eindeutig ‚Fast Car‘ von Tracey Chapman oder in der Version von Christian Kane. (;

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