Laut einem BBC-Bericht haben mehrere britische Gemeindeverwaltungen ihre Angestellten angewiesen, lateinische Ausdrücke weder schriftlich noch mündlich zu verwenden. Insbesondere bei Gelehrten stößt die Regelung auf heftigen Protest.

Die Professorin Mary Beard von der Universität Cambridge bezeichnete die Maßnahme als “linguistisches Äquivalent zu ethnischen Säuberungen”.

Zu den besagten Begriffen zählen u.a. “vice versa”, “pro rata”, “QED”, “ad hoc”, “bona fide” und selbst “via”.

Eine vollständige Liste mit den “verbotenen” lateinischen Begriffen und den vorgeschlagenen Alternativen gibt es in diesem Artikel auf dailymail.co.uk.

Kommentare

  1. ecco 7. November 2008 - 09:32

    wahnsinn, selbst ein wort wie “etc.” soll elitär und diskriminierend sein?

    o tempora, o mores!

  2. diltigug 7. November 2008 - 10:12

    womöglich sollen sich die Verwaltungen nur auf die Früchte einer schlechten Bildungspolitik und das daraus resultierende, absinkende Bildungsniveau der breiten Masse einstellen.

  3. David 7. November 2008 - 11:36

    Aber Englisch funktioniert doch gar nicht ohne ihr “i.e.” aus.
    Und was schreiben die dann für “e.g.”?

  4. Armin 7. November 2008 - 12:01

    i.e. = in other words
    e.g. = for example

    Wo soll da das Problem sein?

  5. My English is not so good 7. November 2008 - 12:08

    Och, die könnten sich ja an die Amis halten, die haben ja aus z.B. “per se” schon längst “per say” gemacht…
    *schüttel*

  6. David 7. November 2008 - 13:23

    i.e. = that is

    Das Problem soll sein, dass es keine Abkürzungen mehr sind.
    for example kann man nicht f.e. abkürzen.

  7. David 7. November 2008 - 13:28

    Für die sprachlichen Fehler in meinem ersten Comment oben entschuldige ich mich übrigens. War wohl mit den Gedanken woanders.

  8. Jens 7. November 2008 - 19:29

    Das Ganze ist doch ein netter Zug. Man versucht die Sprache verständlicher zu machen. Es ist aber eine unnötige Regelung. Auf den Schriftgebrauch beschränkt macht das keinen Sinn, weil ich da ja unbekannte Wörter und Abkürzungen im Lexikon nachschlagen kann. Im normalen Gespräch kann ich meinen Gegenüber solange mit Fragen nach Wörtern nerven, dass er von ganz alleine auf komplizierte Wendungen, Sprichwörter und fremdsprachliche Ausdrücke verzichtet.

    Ich finde nur witzig, dass Leute, die sich in Deutschland zu wichtig nehmen hauptsächlich englische Begriffe verwenden. Besonders bei Berufsbezeichnungen.

  9. Thomas Kiwispotter 6. Dezember 2008 - 15:04

    Hilfe, da hast Du glatt alles aus meinem neuen Wortschatz aufgezählt ;) Aber wir Juristen geben das bestimmt nicht so schnell auf! Was wahres ist aber an dem Vorhaben dran. Weil ich hauptsächlich Jura-englisch lerne, werde ich manchmal doof angeguckt werde, obwohl ich eigentlich englisch rede. Jura-Englisch.

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