Must, have to, need to (Teil 2)
Die Verneinungen bzw. Vergangenheitsformen von “must”, “have to” und “need to” sind für viele ein wenig verwirrend. Daher eine kurze Zusammenfasung:
“Must not” bedeutet “nicht dürfen”!!!
“You mustn’t do it” heißt also “Du darfst es nicht tun”.
Die Verneinung von “have to” lautet “don’t have to”.
“Du musst es nicht tun” heißt also “you don’t have to do it”.
“Need not” bzw. “don’t need to” bedeutet “nicht brauchen” bzw. “nicht müssen”.
Die Vergangenheit von “müssen” heißt auf Englisch “had to”.
“Ich musste früher gehen” heißt also “I had to leave earlier”.
Die Vergangenheit von “must not” wird mit der Ersatzform “not to be allowed to” gebildet. Es heißt also “I wasn’t allowed to go to the cinema yesterday”.
Die Vergangenheit von “need not” lautet “didn’t need to”.
Die Vergangenheit von “don’t have to” lautet “didn’t have to”.
Was heißt also: Ich durfte in seinem Auto nicht rauchen. · Antwort anzeigen
I wasn't allowed to smoke in his car.





Kommentare
Furchtbar, aber bei “must not” muss ich immer noch kurz innehalten und mich geistig vergewissern, was ich eigentlich sagen will. Frage mich, ob sich die English natives mittlerweile an Deutsche, die es falsch machen, gewöhnt haben
Dagegen ist die Vergangenheitsform mit I was not allowed to selbstredent.
P.S. Wieder eine Anfrage: Füllwörter. Also alles was man so anstatt von Ah,Äh,Öh,Hmm,also,tja,etc oder Schweigen einsetzen kann. z.B. “Well…”
Zu den Füllwörtern würde ich sagen: Gar keine davon benutzen. Im Deutschen achte ich schon lange darauf, das mir kein Ah, Äh, Öh, Hmm oder so über die Lippen kommt.
Da werde ich doch nicht im Englischen extra welche davon lernen wollen.
Abgesehen, dass ein gesprochener Satz von jemandem, der dauernd Ah, Äh, Öh, Hmm sagt, weniger kompetent klingt als ein klar gesprochener Satz ohne diese Füllungen, ist es für einen Zuhörer anstrengend bis nervig, dabei zuzuhören.
Salo, das sehe ich genau andersherum:
Thomas geht es ja nicht darum eine Englische Version von aeh, oeh und Konsorten zu lernen (die sind sowieso ziemlich international und hoeren sich aehnlich an). Ihm geht es um etwas anderes:
Englisch ist ja eine eher hoefliche, indirekte Sprache, wo man gerne etwas “hintenrum” formuliert. Da koennen bestimmte Fuellwoerter eine Rolle spielen, zum Zeit schinden und auch um Signale auszusenden. Gerade wenn man dies gut kann hat man einen grossen Teil der Sprache gemeistert.
Mal angenommen jemand fragt einen wie man etwas fand von dem man weiss dass er dies gut fand. Der Deutsche waere recht wahrscheinlich ziemlich direkt und wuerde sagen, “Nein, hat mir gar nicht gefallen”. Ein Brite wuerde wahrscheinlich etwas in der Art sagen: “Weeell (langgezogenes e, Zeitschinden, Fuellwort, kleine Warnung an den anderen Achtung da kommt jetzt was negatives, bereite Dich darauf vor), I wasn’t entirely convinced (Ich fand das war grosser Mist aber das wuerde ich nie so sagen wollen deshalb rede ich mich damit heraus dass ich nicht vollkommen ueberzeugt war, auch wenn ich weiss dass Du verstehst was ich sagen will, naemlich dass es grosser Mist ist).
@Thomas, Salo und Armin
Hier noch eine dritte Meinung mittendrin. Ich stimme Salo zu, dass man im Grunde Füllwörter wie Ah, ÄÄÄm, Öhh etc. weglassen sollte. Es ist im Deutschen schon mitunter ein furchtbares Gestammel. Im Englischen, insbesondere im Amerikanischen Englisch findet sich dies dann in so katastrophalen Auswüchsen wieder wie like oder you know wieder. Ganze Sätze voller Nichts kann man daraus bilden, gekrönt mit einem nichtssagenden Adjektiv z.B.:
It was, like, you know, like, awesome, you know… – Luftverpester.
Allerdings hat Armin auch Recht. Ein gepflegtes ‘well’ hier und da kann einem auch eine entsprechende Denkpause verschaffen wenn man nicht gleich antworten will oder kann.
@Armin: Dein Beispiel finde ich sehr schön. Typisch Engländer – ein kurzes Sätzchen mit wahrlich großem Inhalt. Erinnert mich an meinen lieben Freund David, einen Vorzeigebriten mit exzellenten Manieren und herrlichem Humor, den ich einmal gefragt habe, was ich denn in feiner Gesellschaft sagen kann, wenn mir ein Missgeschick passiert und ich am liebsten laut F*** rufen möchte.
Dann, mein Lieber, sagte er mir, setzt Du ein entsetztes Gesicht auf, legst eine Hand flach auf die Brust auf und bemerkst leise aber deutlich: Dear me!
Vielen lieben Dank für den gesamten Breakdown
Fühl mich nun wesentlich sicherer…
Liebe Grüße,
Malte
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