Wort der Woche: awesome
Markus Brendel · 12 Oktober 2008 · Kategorie: Adjektive / Adverbien, Vokabeln
Das heutige Wort der Woche wird insbesondere von Amerikanern sehr gern verwendet, um auszudrücken, dass sie etwas “super” bzw. “toll” finden.
Im BE gibt es das Wort auch, jedoch wird es hier deutlich seltener und in der Regel in einem anderen Kontext verwendet. Im BE ist “awesome” eher ein Synonym von “impressive”, wenn etwas sehr eindrucksvoll (u.a. auch im Sinne von Ehrfurcht einflößend) ist.
Im Videobeispiel ein Film mit US-Regisseur Michael Bay, in dem das Wort eine “wesentliche Rolle” spielt. (Gefunden bei Captain Obvious).




Kommentare
Haha, Michael Bay bekommt es hin, Selbstironie wie Idiotie aussehen zu lassen.
Briten findens ja eher “gorgeous”, “brilliant” oder “wonderful”.
Manche verwenden das ja wirklich inflationär. Ich glaube aber, dass es mittlerweile wieder auf dem absteigenden Ast ist (analog “geil” im Deutschen, das in den späten 80ern und frühen 90ern sowas von in war).
Besonders beliebt in dieser Kombination: Awesome, dude.
Kennst du die Serie Chuck? Recht neu, bisher nur eine Staffel mit 14 Folgen auf englisch.
Da gibt es jedenfalls den Charakter “awesome”. Ein Typ der nur Extremsportarten macht und dauernd awesome brabbelt.
Was soll ich sagen, ich finds geil
Ist so ähnlich wie anyway, das verwende ich selbst auch hin und wieder, zumindest im Internet.
@besserwisser: kenne ich nicht.. werde ich mir aber mal anschauen.
Würden die Deppen nur wissen, wie man’s ausspricht, wäre es hier schon längst ein neues Modewort. Vorerst müssen wir uns mit dem allseits beliebten modischen Feuilleton-Adjektiv “spannend” begnügen.
Zu dem, dass es die Briten auch verwenden:
Sehr ungern. Als ich letztens meine Englischhausaufgaben mit dem Freund (Brite) meiner Cousine gemacht habe, sagte dieser, als ich ‘awesome’ in einem Satz eingebaut habe: “‘Awesome’, it’s American English.” Dann hat er ein bisschen gegrummelt und setzte noch hinzu: “But it’s okay.” Allerdings mit einem ziemlich unzufriedenen Gesichtsausdruck.
LG
Toll, wie Du immer sinnvolle Artikel aus meinen zufälligen Funden machst
Ich glaube, in der amerikanischen Jugend steht “awesome” direkt an zweiter Stelle, hinter “like”.
“You know” ist auch wichtig. Mit den drei Ausdrücken kann man sich in bestimmten Kreisen stundenlang unterhalten und niemand merkt, dass man kein Englisch kann.
It was sorta kinda like, you know, awesome I guess.
Init?
Now that’s what I’m talkin’ ’bout!
@kati: perfekt beschrieben. So würden ein paar meiner Freunde auf der Insel auch reagieren..
@David: Bitte, Danke
“Mit den drei Ausdrücken kann man sich in bestimmten Kreisen stundenlang unterhalten und niemand merkt, dass man kein Englisch kann.” absolut..
Wie es Jan so schön ausdrückt, “It was sorta kinda like, you know, awesome I guess.”
@Armin:
init hat eigentlich einen extra Artikel verdient.. init?!
Ich habe hier in England ganz andere Erfahrungen mit “awesome” gemacht. Es wird überall, ständig und inflationär besonders von Teenagern verwendet. Sage ich es kommt postwendend “machst du jetzt auf jugendlich?”. Ich glaube ich steige auf “smashing” um.
@Sprachfetzen: danke für den Kommentar! Finde ich sehr interessant. Habe in Schottland einen Bekannten, dessen Lieblingsadjektiv “smashing” ist.
Nachdem neulich eine Kollegin von mir aus dem 3-woechigen Floridaurlaub zurueckkam war auch erst einmal so ziemlich alles “awesome”.
Ich hoffe das bleibt nicht lange so…
An’ that barried Corsa is really indervidjual, init?
Mein Stand bisher hier in Neuseeland: 8 Monate und 0 times awesome als Gelegenheitsspruch gehört. Wahrscheinlich weil die Trends einfach länger hierher brauchen.
Dafür ist aber alles sweet und ab und an auch cool bananas.
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