Wie aus Ghoti ein Fisch wird

Neulich ist mir auf Kate McCulleys thegrammarvandal wieder einmal das Wort “ghotie” über den Weg gelaufen.

Dieses fiktive Wort, das dem irischen Schriftsteller George Bernard Shaw zugeschrieben wird, dient gerne als nettes Beispiel für Unregelmäßigkeiten der englischen Schriftsprache bzw. deren Aussprache. Demnach kann man „ghoti“ wie das englische Wort „fish“ [fɪʃ] (dt.: „Fisch“) aussprechen.

Diese Aussprache kann man erklären wenn man,
gh, als /f/ ausspricht, wie in cough /kʌf/
o, als /ɪ/ ausspricht wie in women /ˈwɪmɪn/ und
ti, als /ʃ/ ausspricht wie in nation /ˈneɪʃən/.

Auf Wikipedia gibt es aber auch noch folgende Aussprachevariante:

“Das ‘gh’ wird hier wie in „night“ oder „fight“, das ‘o’ wie in „people“, das ‘t’ wie in „ballet“ oder „gourmet“, das ‘i’ schließlich wird wie in „business“ ausgesprochen.

Demnach dürfte man das Wort „Ghoti“ also überhaupt nicht aussprechen, da kein genanntes Graphem in diesen Wörtern einen eigentlichen Laut repräsentiert.” (Zitat: wikipedia)

Im Videobeispiel kann man im übrigen Ghoti beim Kämpfen sehen.

5 Comments

  1. Das wollte ich dir letztens vorschlagen, dass kannte ich und fand es ganz witzig.

    Nach meinen Informationen kommt es daher, weil sich die Aussprache ganz natürlich über die Jahrhunderte geändert hat, es im Englischen aber nie eine Rechtschreibreform gab.

    Einige Wörter, wie z.B. “wife” wurden damals eher wie im Deutschen ausgesprochen. Die Aussprache hat sich geändert, die Schreibweise blieb (Bzw. damals glaube ich “wif” ohne “e”, vielleicht nicht das beste Beispiel).

    Das Englische ist nun mal eine Sprache, bei der man an der Schreibweise nicht unbedingt erkennen kann, wie ein Wort ausgesprochen wird. Ist leider so. (z.B. weight und height, gleich geschrieben, anders ausgesprochen)

  2. Moe

    dazu vllt passend dieses Gedicht:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Alphabetic_principle#cite_ref-1

    ansonsten Spitzen Blog.

  3. ecco

    Im Zusammenhang mit Shaw ist auch das Shavian Alphabet von Interesse, ein Versuch eines Alphabets, das einen direkten Bezug zur englischen Aussprache hat.

  4. @ projektleiterin: :-)
    @David: Zu dem Thema werd’ ich sicherlich mal wieder etwas schreiben.. Ist ganz interessant. Habe hierzu viel während meines Studiums gemacht. (Altenglisch-Mittelenglisch etc.) Insbesondere die Vokalverschiebung (Great Vowel Shift – http://en.wikipedia.org/wiki/Great_Vowel_Shift – ist ganz interessant.)
    @Moe: danke fürs Lob! Das Gedicht ist klasse! Kannte ich nicht!
    @Ecco: Vollkommen richtig! Danke für den Hinweis.

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