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“People tend to invent all sorts of nouns and verbs and make words that shouldn’t be. I think we have to be a bit careful; otherwise the whole thing can get rather a mess.”
“We must act now to insure that English — and that, to my way of thinking, means English English — maintains its position as the world language well into the next century.” (Der britische Thronfolger Prince Charles im Jahr 1995 zur Stellung des “englischen” Englischen im Vergleich zum Amerikanischen.) Siehe Artikel der New York Times.

Die Frage was richtiges und falsches Englisch ist, wird immer wieder gerne gestellt und z.T. auch sehr kontrovers diskutiert und beantwortet. (sh. auch Kommentar von Moni im Englisch-Blog vom 2.7.).

An dieser Stelle nun meine, zusammengefasste und zu Diskussionen einladende, Meinung:

Es schlagen zwei Herzen zu diesem Thema in meiner Brust:

Das Herz des Linguisten sagt:

Das Herz der Privatperson sagt:

1. Wenn ich bestimmte Arten von Slang höre, stellen sich bei mir mitunter die Nackenhaare hoch.

2. Wenn ich beobachte, dass viele Menschen einem “Fehler” zu sprachlicher Richtigkeit verhelfen, sträube ich mich im manchen Fällen hartnäckig dagegen. (Beispiele folgen in den kommenden Tagen). In anderen Fällen trage ich selbst zu Diskussionen bei. Heißt es nun der oder das Blog?! :-)

3. Es gibt Akzente, die einem besser oder weniger gefallen. Da ich selbst sehr viel in England, Irland und Schottland unterwegs bin, tendiere ich persönlich eher in diese Richtung. Aber wie gesagt, es gibt kein “besser” und “schlechter”.

Mein Fazit:

1. Es ist gut, die “als korrekt geltende” Sprache zu beherrschen.
2. Die als “falsch geltenden” Worte – oder sollte ich Wörter sagen.. :-) – sollte man nicht per se verdammen. Es ist vielmehr oft hilfreich zu wissen, wer was wie sagt.
3. Gelassenheit ist Trumpf!

In diesem Sinne: Viel Spaß im Videobeispiel mit den (unglaublichen) Grammatikkünsten des noch amtierenden amerikanischen Präsidenten! Maybe he should read “Der Englisch-Blog”.

Kommentare

  1. Kristian 10. Juli 2008 - 15:21

    Gestern bin ich erst wieder der alten Genus-Diskussion “der oder das Blog” begegnet. Ihr Standpunkt ist ja dick in der Namensgebung dieses Blogs markiert. Rein vom Gefühl lässt sich zurzeit da kein richtig oder falsch benennen – auch wenn ich für den täglich begleitenden Untersuchungsgegenstand gern ein so oder so hätte.
    Aber in einigen Fällen bin ich doch auch verschreckt – etwa bei Atlasse. Formal korrekt aber…
    Sie haben ja den Kern mit dem gelebten Sprachwandel getroffen. Daher darf sich die Dudenreaktion in solchen Fällen nicht festlegen, auch wenn es im Ohr wehtut.

  2. markus 11. Juli 2008 - 11:24

    Beim Blog wäre ich für “das”, als Kurzform für “das Weblog”.

    Und was die lebendige, sich verändernde Sprache betrifft: Ich bin gespannt, ab welcher der künftigen Ausgaben des Dudens die Formulierung “Sinn machen” enthalten sein wird. Bei dem Ausdruck stöhnen zwar die Germanisten, in der täglichen Sprache ist er aber längst etabliert. Warum auch nicht? Was “Spaß macht” kann auch “Sinn machen”.

  3. Frank 15. Juli 2008 - 22:51

    >Heißt es nun der oder das Blog?!

    Mit dieser Frage musste ich mich in den letzten zwei bis drei Jahren und dem normalen Aufkommen einer neuen Generation von Bloggern häufig herumschlagen. Früher hieß es immer und eindeutig das Blog als Kurzform für Weblog und ich fürchte, ich kann es mir nicht mehr abgewöhnen, das als einzig richtige Schreibweise anzusehen. :-)

  4. Markus Brendel 15. Juli 2008 - 23:21

    @Frank Tja, das ist eben “gelebter und erlebter” Sprachwandel… :-)

  5. Jutta 30. Dezember 2009 - 23:28

    DER Gummibaum = DE Gummibaum (im Hessischen)
    DIE Hilde = ES Hilde (in der Pfalz)
    DAS Gerät = DES Gerät (Hessisch)

    Wer weiß was sich daraus im Laufe der Zeit entwickelt, vielleicht kommt am Ende sowas wie THE raus;-)

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